Zitate rund um den edlen Tropfen...

Es ist mir völlig gleichgültig,
wohin das Wasser fließt,
solange es nicht in den Wein läuft.

Gilbert Keith Chesterton (1874 - 1936),
englischer Kriminalautor, Erzähler und Essayist

Die Wahrheit ist im Wein.
Das heißt: in unsern Tagen
muß einer betrunken sein,
um Lust zu haben, die Wahrheit zu sagen.

Friedrich Rückert

Wenn der Körper ein Kerker ist,
Warum nur der Kerker so durstig ist?
Seele befindet sich wohl darinnen
Und bliebe gern vergnügt bei Sinnen;
Nun aber soll eine Flasche Wein,
Frisch eine nach der andern herein.
Seele will's nicht länger ertragen,
Sie an der Türe in Stücke schlagen.

[Goethe: West-östlicher Divan, S. 133.
Digitale Bibliothek Band 1: Deutsche Literatur,
S. 20661 (vgl. Goethe-BA Bd. 3, S. 119-120)]

Sitz ich allein,
Wo kann ich besser sein?
Meinen Wein
Trink ich allein,
Niemand setzt mir Schranken,
Ich hab so meine eignen Gedanken.

[Goethe: West-östlicher Divan, S. 130.
Digitale Bibliothek Band 1: Deutsche Literatur,
S. 20658 (vgl. Goethe-BA Bd. 3, S. 117)]

In Jena weiß man viele Sachen,
Nur nicht aus Essig Wein zu machen.

[Goethe: [Gedichte. Nachlese], S. 239.
Digitale Bibliothek Band 1: Deutsche Literatur,
S. 20522 (vgl. Goethe-BA Bd. 2, S. 398)]

Wein macht munter geistreichen Mann,
Weihrauch ohne Feuer man nicht riechen kann.

[Goethe: Gedichte (Ausgabe letzter Hand. 1827), S. 909.
Digitale Bibliothek Band 1: Deutsche Literatur,
S. 20161 (vgl. Goethe-BA Bd. 1, S. 681)]

Die Deutschen lieben Rheinwein.
Er wird in schlanke Flaschen gefüllt und
für ein gutes Getränk gehalten.
Von Essig unterscheidet er sich durch das Etikett.

Mark Twain (1835 - 1910),
US-amerikanischer Erzähler und Satiriker,
eigentlich Samuel Langhorne Clemens

Der Wein erfreut des Menschen Herz
und die Freudigkeit ist die Mutter aller Tugenden.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832),
deutscher Dichter der Klassik, Naturwissenschaftler und Staatsmann

Der Wein ist
unter den Getränken das Nützlichste,
unter den Arzneien das Schmackhafteste,
unter den Nahrungsmitteln das Angenehmste.

Plutarch von Chäronea (etwa 50 - 120 n. Chr.),
griechischer Philosoph, Historiker und Konsul von Griechenland

Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
schenk ein den Wein, den holden,
wir wollen uns den grauen Tag vergolden, ja vergolden.

Theodor Storm (1817 - 1888),
deutscher Jurist, Dichter und Novellist

Schade, daß man einen Wein nicht streicheln kann.
Kurt Tucholsky (1890 - 1935),
deutscher Journalist, Satiriker und Zeitkritiker der Weimarer Republik

Ohne Korkenzieher ist der Weintrinker nur ein halber Mensch; ohne ein anständiges Glas ist er verloren.
Wolfram Siebeck

Kein Wein ist so sauer wie der reine, der einem eingeschenkt wird.
Markus M. Ronner, deutscher Aphoristiker